Gnome

Kender

Die Geburt des Volkes der Gnome war ein reiner Zufall. Es geschah vor unzähligen Generationen, als die Welt noch jung war und nur die Elben und die Menschen, die erstgeborenen Kindern der Arwênia und des Vergâs, dort lebten. Allgegenwärtig war die Kraft der Götter und so trug es sich zu, dass sich, die positiven Energien der Gottheiten des Lichts, mit den negativen des Tar’Madân, dem Herrn des Wahnsinns und Vater des Chaos in einer dunklen Höhle, inmitten der Witterfront, vereinigten. Aus dieser unheilvollen Zusammenkunft wurden die ersten Wesen des Gnomenvolkes geboren. Gut verborgen im der düsteren Witterfront im Nord-Osten von Mitmaar erbauten sie eine gewaltige Stadt, die sie sorgsam vor neugierigen Augen verbargen und in der die meisten dieser Wesen bis in den heutigen Tag leben. Gnome sind entfernte Verwandte der Hobbits und Kender, die auf ähnliche Art und etwa zur selben Zeit, im ersten Zeitalter, entstanden.

Die Wesen des Gnomenvolkes sind allerdings unruhiger und ungeduldiger, vor allem aber unansehnlicher, als Hobbits und Kender. Sie sind klein, schmächtig, haben runzelige, braungelbliche Haut, lange, spitze Ohren und sehr dünnes, strähniges Haar. Im Gegensatz zu den gemütlichen, häuslichen Halblingen scheint es die meisten der Gnome geradezu, einem seltsamen Forschungstrieb folgend, hinaus in die Welt zu ziehen, um neue, aufregende Erfahrungen zu sammeln. Nichts ist vor den neugierigen Augen dieser Kreaturen sicher. Sie interessieren sich für alte, verstaubte Bücher, mischen aus willkürlich gesammelten Zutaten Tränke zusammen und versuchen die Rezepte bereits zubereiteter Mixturen zu ergründen. Sie erfinden die interessantesten Werkzeuge und jede erdenkliche Art sonstiger mechanischer Gerätschaften. Gnome sind, für ein durch Zufall entstandenes Wesen, sehr intelligent und von großem Wissensdurst durchdrungen. Sie haben vom Anbeginn ihres Daseins voller Neugier die Kräfte der Magie studiert und den Umgang mit ihnen erlernt und verfeinert.

Wie auch die Hobbits, sind die Gnome äußerst geschickt und handeln mit großer Geschwindigkeit, so dass man sagt, ein Wesen dieser Gattung könne seinen eigenen Schatten bestehlen. Diese Eigenschaft macht sie  zu außerordentlich raffinierten und gefürchteten Taschenspielern, die schon so manchen unvorsichtigen Reisenden, der sich zu einem Spiel herausfordern ließ, um seine letzten Silberstücke gebracht haben.

Aber auch in der Bearbeitung von kleinen Dingen, ist das Geschick der Gnome unerreicht. Haben sie geeignete Werkzeuge und ausreichend Zeit zur Verfügung, so sind sie in der Lage, eine Vielzahl von Gegenständen oder Schriftstücken mit großer Kunstfertigkeit und in höchster Vollendung nachzubilden. Da die Wesen des Gnomenvolkes einen großen Teil ihres Leben in dunklen – jedoch nicht ungemütlichen, kalten oder gar feuchten – Höhlen verbringen, haben sie im Laufe der Zeitalter großes Wissen über Artefakte, vor allem aber über Edelsteine und kostbare Metalle gesammelt, und die Fähigkeit entwickelt, deren Wert zu erkennen.

Obwohl Gnome weder überaus kräftig noch besonders ausdauernd sind und es scheinen mag, als seien sie den Anstrengungen und Gefahren der Wanderschaft nicht gewachsen, zieht es sie dennoch hinaus in die wundersame Welt des Abenteuers, jenseits der Grenzen ihrer Stadt. Entsprechend ihrer unersättlichen Neugier bevorzugen sie den Beruf des Magiers. Sie forschen, zeichnen Karten, machen Notizen und versuchen Geheimnisse jedweder Art zu ergründen. Diejenigen Wesen diese Volkes, die es vorziehen einen anderen Beruf zu ergreifen, ziehen oft als Schattenläufer oder Gaukler durch die Lande.

Wie auch die Hobbits, Kender, Zwerge und Halbelben haben die Gnome, als Wesen in denen die Kräfte des Lichts und der Dunkelheit wirken, die freie Wahl ihrer Gottheit.