Hobbits

Hobbit

Hobbits sind etwa neunzig Zentimeter groß, ein wenig rundlich und eine wahrhaft liebenswerte Gattung, die eigentlich gar nicht soviel mit der Abenteurerei am Hut hat – sofern ein Hobbit einen Hut trägt. Die meisten Leute dieses Völkchens lieben ihr kleines Land, die grünen Wälder und Wiesen von Strahlana, wo sie ihren Lieblingsbeschäftigungen (essen und schlafen) nachgehen. Kaum ein Hobbit denkt an die große Welt des Abenteuers jenseits seiner Grenzen. Die Halblinge bleiben lieber in der Sicherheit des Waldes und tun das, wofür sie überall bekannt sind: tanzen, selbstzubereiteten Festmählern frönen und die schönen Seiten des Lebens genießen.

Nun kommt es allerdings immer wieder vor, dass einige wenige (sehr, sehr  wenige) Halblinge, ihre angestammte Heimat verlassen und sich auf die Suche nach Erlebnissen, Ruhm, Ehre und Reichtum machen. Diese mutigen (sehr, sehr mutigen) Hobbits werden von ihren Artgenossen, die es vorziehen in der Heimat zu bleiben und Abenteuer nur in ihrer Phantasie zu erleben, mit gemischten Gefühlen betrachtet. Einige sind neidisch auf den Reichtum, den diese Abenteurer auf ihren Reisen erwerben und wünschen sich heimlich, ebenfalls in ein waghalsiges Unterfangen verstrickt zu werden. Andere beschimpfen sie als Dummköpfe und wieder andere nehmen die Tatsache, dass es Hobbits gibt, die es hinaus in die Welt zieht, stillschweigend oder kopfschüttelnd hin.

Die wenigen Abenteurer unter den Hobbits sind mit außerordentlicher Geschicklichkeit und einer verblüffenden Geschwindigkeit ausgestattet, was sie zu hervorragenden Taschenspielern, Trickbetrügern, Dieben, ja sogar Mördern macht. Auch ihr musisches Talent ist gut ausgeprägt und so mancher Hobbit, verdingt sich als Hymnen- und Gedichtschreiber oder Geschichtenerzähler, der mit Charme und stets taktvollem Benehmen viele Herzen gewinnt.

Aber auch während der Wanderschaft reden Hobbits gern und viel über ihre großen Taten und strapazieren die Nerven ihrer Gefährten. Oft begegnet man in den Wirtshäusern Hobbits, die von neugierigen Zuhörern umringt, davon berichten, wie sie fertigbrachten, einen Edelstein mit mächtigen Zauberkräften aus der Höhle eines roten Drachen zu stibitzen. Diese Geschichten und die ungeheure Dreistigkeit, mit der sie sie erzählen, sind es wohl auch, die den Wesen aus dem Volk der Halblinge, den Ruf eingebracht haben, die besten Diebe des ganzen Landes zu sein, deren Geschick nur von wenigen (den Kendern !) übertroffen wird. Neben dem Beruf des Schattenläufers, in dem sie sich am wohlsten fühlen, gibt es auch Hobbits, Barden, Waldläufer, Händler und Gaukler umherziehen.

Manchmal allerdings wird es auch dem mutigsten aller Halblinge ein wenig zu gefährlich, und er beschließt dann meist, dass er lieber sterben würde, als sich auch nur noch einen Schritt weiter auf die Gefahr zuzubewegen. In Anbetracht seiner geringen Kraft und Größe ist das natürlich nicht verwunderlich. Die Halblinge haben, wie alle Wesen der sonstigen Gattungen die freie Entscheidung bei der Wahl ihrer Religion, es sei denn, sie sind durch ihren Beruf an eine bestimmte Gottheit gebunden.